Aktuelles

Wichtiger Hinweis
Zur Zeit können keine Kurse durchgeführt werden.
Wir informieren Sie, wenn die Tagungshäuser wieder öffnen und Kurse stattfinden können.

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Niemand kann sagen, wie lange der aktuelle Zustand noch dauern wird. Es ist uns wichtig, die Verbundenheit mit den Teilnehmern unserer Kurse aufrecht zu erhalten und ihnen Anregungen und Hilfen für die spirituelle Praxis im Alltag anzubieten.
In welcher Form dies geschehen könnte, darüber möchten wir hier informieren und zum Mitmachen einladen.
Den Zugang dazu möchten wir auf dieser Website auch allen Interessierten ermöglichen:

Täglich gemeinsame Sitzzeiten

Wir laden ein, uns zweimal am Tag mental zu verbinden und nach Möglichkeiten in dieser Zeit auch Sitzen und zwar von 6:30 bis 7:00 Uhr und/oder von 19:30 bis 20:00 Uhr. Nicht jedem ist es möglich, zweimal am Tag zu sitzen und nicht für jeden ist die vorgeschlagene Zeit geeignet. Jeder kann es sich seinen eigenen Möglichkeiten entsprechend einrichten und so die Verbundenheit herstellen.

Monatlich ein Tag der Stille

Darüber hinaus laden wir ein, sich einmal im Monat, immer am 1. Samstag des Monats, einen Tag der Stille einzurichten. Auch hier gilt: immer den konkreten Möglichkeiten und Gegebenheiten entsprechend.
Wenn es nicht am 1. Samstag des Monats möglich ist, dann vielleicht am 2., 3. usw.
Für die Gestaltung eines solchen Tages zu Hause hat Günther Lohr einen Vorschlag ausgearbeitet.
Hier der Link zu der entsprechenden PDF Datei: Günther Lohr: Tag der Stille

Impulse für die eigene spirituelle Praxis

An dieser Stelle folgen weitere Links zu PDF Dateien mit Texten und Impulsen:

Heinrich Allerstorfer: Die innere Stimme hören
Stefan Eideloth: Die Gaben der Stille
Reiner Manstetten: Gedanken zur Passionszeit 2020
Christine Mayr: TAIJI-CHAN, Bewegung und Ruhe
Sabine Penzenstadler: Schöpferische Stille im Alltag im April 2020
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Tod und Auferstehung ist unser Alltag

Die Auferstehung hat nur am Rande zu tun mit Ritualen, und wären diese noch so schön und feierlich. Es kann tröstlich und für viele sehr wertvoll sein, uralten Texten und Gesängen zu lauschen, mitzusingen und zu feiern, dass wir im Leid nie wirklich allein und verlassen sind. Das Leben erweist sich am Ende stärker als der Tod und wird letztlich über jedes Leid siegen. Rituale, die dies feiern, sind dort von Leben erfüllt, wo sie entweder die Folge der entsprechenden Erfahrung sind, dass Leid nicht sinnlos sein muss und zum Erwachen eines größeren Lebens führen kann oder auf die Erfahrung hinweisen und zu ihr hinführen.

In diesem Zusammenhang kommen mir die Worte des Angelus Silesius in den Sinn: „Wird Christus tausendmal zu Bethlehem gebor´n und nicht in dir, du bleibst noch ewiglich verlor´n.“ Analog zu diesem weihnachtlichen Gedanken können wir sagen: Wäre Christus tausendmal vom Tode auferstanden und nicht auch in dir, bliebest du ewig tot. Ostern ist nichts für Zuschauer, die sich unterhalten lassen wollen wie in einem Theater. Es ist auch nichts für Liebhaber frommer Rituale, die nicht bereit sind, sich in der eigenen Tiefe berühren zu lassen. Ostern ist ein Geschehen, in das wir mit unserem Leben voll und ganz eingebunden sind – oder es ist kein Ostern. Wo das Geschehen der Karwoche zusammen mit dem Osterfest das spiegelt, was Menschen in ihrem Alltag zu leben versuchen, dort ist es nicht entscheidend, ob die Kirchen voll oder leer sind, ob die Liturgien feierlich sind oder schlicht. Denn Ostern ist vor allem ein Geschehen in unseren Herzen, in unserem Leben.
So kann die diesjährige Unmöglichkeit feierliche Zeremonien durchzuführen für uns ein Anlass sein, uns darauf zu besinnen, worauf es wirklich ankommt.

Tod und neues Leben sind Grunderfahrungen eines jeden von uns. Den Leidensweg Jesu, dessen wir in der Karwoche gedenken und seine Auferstehung, die wir zu Ostern feiern, spiegeln sich auf die jeweils eigene, ganz persönliche Weise in unserem eigenen Schicksal. Sterben und Auferstehen ist nicht nur etwas, was einmal geschieht, sondern findet in unserem Alltag immer wieder statt. Hier im täglichen Auf und Ab zeigt sich, inwiefern wir fähig sind loszulassen und wie erneuerungsfähig wir sind; es zeigt sich, wie stark das Leben in uns wirklich ist. Sterben und Auferstehen sind eine Grundbewegung des Lebens, ähnlich wie das Ein- und Ausatmen. Beides begleitet uns ein Leben lang und ermöglicht das innere Wachstum. Jedes kleine und größere Loslassen, jedes Lösen von Anhaftungen, jedes Zurücktreten vom eigenen „ich will“, „ich will nicht“, „ich will es anders haben,“ ist wie ein Sterben im Kleinen und wird auch so erlebt. Die kleinen Schritte des Loslassens sind ein Schatten jenes großen Loslassens an unserem Lebensende und zutiefst mit ihm verbunden.
Die Auferstehung, das neue Leben, das daraus erwächst, wird von jenem göttlichen Urgrund bewirkt, der uns ins Leben gerufen hat und der als das eine Leben in jedem von uns seine Ausfaltung sucht.

Jan Šedivý

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Auferstehung

Auferstehung –
der magnetische Punkt,
der gottdurchlässig ist.
Gebete machen Umwege.
Wir leben in der Auferstehung
und sind blind,
so blind …

Marianne Šedivý

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Ostern

Seine Liebe
mündet ins Martyrium,
um auszuleiden
den Ostermorgen,
der ans Licht will.

Marianne Šedivý

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Das Leben stärken

Sich und andere zu schützen ist wichtig und oft lebensnotwendig. Doch Schutz ist noch nicht alles. Es ist auch wichtig, das Leben zu stärken.
Sowohl das eigene, als auch das Leben um uns herum lässt sich auf vielfältige Weise stärken. Meditierende wissen, dass sie deshalb nicht unbedingt ihre vier Wände verlassen müssen.
Das eigene Leben stärken wir durch achtsamen Umgang mit allem, was unser Leben ausmacht.
Vor allem achten wir
auf die richtige Atmung
auf die richtige Bewegung
auf die richtige Ernährung
auf den richtigen Umgang mit Gedanken und Emotionen

Was ist nun die „richtige“ Atmung, Bewegung, Ernährung, was ist der richtige Umgang mit Gedanken und Emotionen? In diesen Tagen bekommen wir aus verschiedenen Quellen Ratschläge und Tipps, um das eigene Immunsystem zu stärken und um gesund zu bleiben.
Je nach Bildung, je nach persönlichen Überzeugungen und der eigenen Lebensgeschichte kommen Menschen zu unterschiedlichen Ergebnissen und treffen Entscheidungen. Doch letztlich ist es nicht eine Sache der Entscheidung, sondern der vorangehenden Bewusstheit, was sie jeweils als das für sich Richtige erkennen, welche Haltung sie bezüglich richtiger Atmung, Bewegung, Ernährung und Umgang mit Gedanken und Emotionen einnehmen.

Der persönliche Standpunkt ergibt sich daraus, wo wir gerade stehen und was wir gerade sehen. Er ist ein Teil des eigenen Unterwegs-Seins. Unsere persönliche Wahrnehmung von der Welt ist immer auch abhängig von all unserem Wollen und von unseren Vorstellungen, die wir bewusst oder unbewusst mit uns mittragen. Daher ist es sehr wichtig, bewusst zu leben und den eigenen Standpunkt loslassen zu können.
Argumente wirken erst, wenn Menschen bereit sind, sie zuzulassen, um der Wahrheit zu begegnen. Dies setzt die Bereitschaft voraus, die eigene bisherige Sichtweise zu ändern – und das ist eben eine Sache von Bewusstheit.

Spirituelle Menschen sind Wahrheitssuchende. Sie suchen die Wahrheit nicht, um sie zu finden, zu besitzen, um sie vor sich herzutragen und sie womöglich gar als Waffe gegen andere einzusetzen. Sie suchen die Wahrheit, um aus ihr heraus zu leben. Die gelebte Wahrheit wird für sie zu einer Kraftquelle sowohl für ihr eigenes Leben als auch für das Leben um sie herum.
Wie jedes Unterwegssein besteht auch die Wahrheitssuche aus vielen kleinen Schritten, und jeder Schritt bedeutet ein Lassen und Werden. Wir heben den Fuß, lassen los, setzen ihn neu auf und machen den nächsten Schritt. Und dann wieder und immer wieder. Somit sind die Suche und das Leben nach der erkannten Wahrheit auch ein Pilgerweg. Er wird realisiert, indem wir ihn gehen: Schritt für Schritt. Jeder Schritt ist ein Finden und ein Angekommen-Sein. Und jeder Schritt bedeutet auch ein Loslassen, ein sich neu Ausrichten und einen Neuanfang.

Viele Menschen weltweit sind in diesen Tagen verunsichert, verängstigt, fühlen sich bedroht, viele leiden seelisch und körperlich. Diesem Leid ist entschieden entgegenzutreten und es ist nach Möglichkeiten zu lindern. Doch sei darüber hinaus die Frage erlaubt: Was geschieht, wenn wir versuchen, das Geschehen dieser Tage aus einem anderen Blickwinkel zu sehen? Wer aktuell etwas sehr Schweres erlebt, braucht Zeit, bevor es ihm möglich sein wird, mit anderen Augen zu sehen. Doch viele können es zumindest versuchen:
Könnte sich hinter all den schlimmen Nachrichten, die uns täglich erreichen, nicht auch eine Chance verbergen? Was geschieht, wenn wir versuchen, diese Zeit als eine Zeit der Gnade zu erkennen?
Vielleicht erkennen wir, dass etwas Neues im Werden ist. Die Not-Situation verliert etwas von ihrer Enge und schafft Raum für Hoffnung und Zuversicht.

Jan Šedivý

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jan-sedivy-alles-grosse-beginnt-klein

Alles Große beginnt klein

Mosaiksteine einer Spiritualität im Alltag
mit einem Vorwort von Tomáš Halík

München: Verlag Sankt Michaelsbund, 2016 176 S., kartoniert
ISBN 978-3-943135-74-9
Euro 14,90

Das Buch greift wichtige Grundthemen der Spiritualität und des Menschseins auf. Gleich Bildern einer Landschaft, die wir gerade durchwandern, spiegeln die
einzelnen Kapitel jeweils einen kleinen Abschnitt wider. Sie sind Momentaufnahmen, die wie einzelne Mosaiksteine das Ganze erahnen lassen sollen.
Das Buch wendet sich an alle, die sich für religiöse und spirituelle Fragen jenseits theologischer Dogmen interessieren. Insbesondere möchte es jene erreichen, die kurze, leicht verständliche und nachvollziehbare Impulse für die spirituelle Praxis suchen.
Das Buch ist ab sofort über den Buchhandel erhältlich.

Sie können es auch über info@schweigemeditation.de bestellen.