Es begann eigentlich 1978, als ich im Rahmen einer Schulveranstaltung einige Tage im Schülerzentrum Fürstenried zu Gast war. Gespräche mit und für Jugendliche, Körperarbeit, verschiedene Meditationsübungen, Malen und Singen. Geleitet von Patres der Salesianer und Jan Sedivy. Es hat vieles für mich verändert: Mein Familienleben, meinen Glauben und mein Denken. Ich war die nächsten 4 Jahre regelmäßig im Schülerzentrum, zum Schluss als ehrenamtliche Mitarbeiterin. Von da an war ich auf der Suche nach etwas. Es war wie ein Hunger, eine Sehnsucht.
Im Jahre 1985 traf ich dann Peter Yang oder besser er hat mich einfach „abgeholt“. Ich hatte mich für einen Kontemplationskurs im Haus St. Benedikt angemeldet. Die Kursleiterin war schwierig für mich und ich saß auf einer Bank vor dem Haus und überlegte den Kurs abzubrechen und heimzufahren. Da kam Peter Yang vorbei und fragte warum ich hier „rumsitze“. Ich versuchte es zu erklären und er meinte: nicht wichtig. Magst Du Taiji? Ich sagte ich hätte davon keine Ahnung und er lud mich ein mitzukommen. Ich habe die Einladung angenommen und zum ersten Mal Taiji gemacht. (Meinen Kurs durfte ich umbuchen!)
Ein Jahr später, 1986, lernte ich dann Sr. Ludwigis Fabian kennen, als ich erneut einen Versuch machte mehr über das innere Gebet zu erfahren. Sr. Ludwigis führte mich in das Gebet des Schweigens, die Kontemplation, ein. Da sie auch Zen Kurse anbot wollte ich das auch probieren, bin aber auf ihr Anraten zuerst im christlichen Gebet geblieben. Sie wurde meine spirituelle Lehrerin und ich assistierte ihr viele Kurse in Kontemplation und später auch im ZEN. Für mich ist es ein großes Geschenk gewesen, ihre Schülerin zu sein und sie bis zu ihrem Tod 2016 begleiten zu dürfen. Die Meditation und Taiji gehören zu meiner täglichen Praxis.
1986 kam Peter Yang nach München, um dort einen Taiji Kurs zu leiten. Bei diesem Kurs habe ich Jürgen Kuhn kennengelernt, der ihm assistierte. Da Peter Yang in Spanien lebte war es für mich schwierig mehr als einen Kurs im Jahr in Deutschland zu belegen. Nachdem Jürgen Kuhn die Erlaubnis hatte zu unterrichten, habe ich bei ihm angefangen zuerst mein Taiji zu vertiefen und schließlich eine mehrjährige Lehrer Ausbildung absolviert. Bis heute treffen wir Taiji-Lehrer uns alle regelmäßig mehrmals im Jahr, um zusammen Taiji zu praktizieren.
Durch Jürgen Kuhn bin ich auch auf die Feldenkrais-Methode aufmerksam geworden und habe die vierjährige Ausbildung (2004-2008) abgeschlossen. Durch das bessere Verständnis für Bewegungen des Körpers hat sich auch meine Unterrichtsmethode verändert.
Es ist wichtig Taiji so zu praktizieren, das z. B. keine Überlastungsschäden entstehen und eine freie Aufrichtung möglich wird. Meine Erfahrungen aus der Körpertherapie ermöglichen es mir auch Meditations-Anfängern zu helfen um möglichst schmerzfrei zu sitzen.
Zu meiner Person:
Ich bin 1962 in München geboren, verheiratet und habe zwei erwachsene Söhne und zwei Enkelinnen.
Als Körpertherapeutin habe ich 10 Jahre in der Kinder- u Jugendpsychiatrie gearbeitet und bin jetzt als Körper- und Trauma-Therapeutin in einer ärztlichen/ osteopathischen Praxis angestellt. Ich unterrichte regelmäßig Taiji Chan, Feldenkrais, japanische Tuschemalerei, japanischen Schwertkampf und leite eine Sitzgruppe. Die Musik hat einen festen Platz in meinem Leben und ich gehe gerne Bogenschießen.

