Geboren 1966 und aufgewachsen im Chiemgau war ich bereits in Kindheit und Jugendzeit von der mystischen Dimension der kulturell vorgegebenen katholisch-christlichen Religion angesprochen – verbunden auch mit einer Klärung vieler fragwürdiger traditionell-religiöser Vorstellungen. Das hat mich dann auch zum Studium der Theologie mit den Schwerpunkten Meditation zwischen Ost und West sowie Begegnung zwischen Spiritualität und Psychologie geführt.
Folgerichtig bin ich dann 1990 bei Willigis Jäger, Benediktiner und Zen-Meister, gelandet, von dem ich bis 2007 begleitet wurde. Ab 2007 wurde ich von der Zen-Meisterinnen Silvia Ostertag (bis zu ihrem Tod 2011) und von 2011 bis 2020 von Doris Zölls, mit der ich heute noch in Verbindung stehe, begleitet. 2020 erfolgte die Beauftragung als Zen-Lehrer der Zen-Line „Leere Wolke Willigis Jäger“.
Aus der Qualifizierung zum MBSR-Achtsamkeitslehrer 2011/2012 (MBSR – Mindfulness-Based Stress Reduction nach Jon Kabat-Zinn) habe ich noch einmal viele Inspirationen für die Sensibilität psycho-spiritueller Prozesse erhalten, nicht zuletzt die Bedeutung einer „Selbstmitgefühlskultur“, die mir gerade vor dem Hintergrund traumabezogener biografischer Hintergründe zentral erscheint.
Aus diesem Zusammenhängen sind auch Veröffentlichung „Wie Zen mein Christsein verändert“ (2004), „Was heilt? Zwischen Spiritualität und Therapie“ (2006), „Erleuchtung und Alltag. Erfahrungen einer Zen-Meisterin“ (2008) hervorgegangen. Neben meiner Freiberuflichkeit in der Meditationsarbeit und als Supervisor (DGSv) bin ich noch als Leiter des Forums Achtsamkeit und Stressbewältigung in der Erwachsenenbildung und als Seelsorger der Erzdiözese München und Freising tätig (www.forum-achtsamkeit.de).
In der Anleitung zur Einübung innerer Sammlung und freundlicher Bewusstheit für den gegenwärtigen Moment als Weg der Öffnung für den tragenden Lebensgrund fließen für mich die Inspirationen aus dem Zen, der christlichen Mystik und dem MBSR zusammen (Näheres unter www.michael-seitlinger.de).

